Auf Ausflug im LECHTAL: 8 Stationen im Tiroler Urlaubsparadies

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Welche Ausflugsziele man im Tiroler Lechtal findet: rund um Lechzopf und Auszeitdörfer, Lüftlmalerei und Wunderkammer dort, wo es in Namlos einen Arschberg gibt.


An meiner Ausflugstour an den Rändern Österreichs bin ich auch im Tiroler Lechtal unterwegs. Ein wunderschön naturnahes Urlaubsparadies, in dem vor allem die Auszeitdörfer für wohltuende Entschleunigung sorgen.

Die Sehenswürdigkeit im Lechtal ist neben einem der letzten Wildflüsse Europas vor allem die atemberaubende Natur rund um die kleinste Gemeinde Österreichs und das größte Almdorf Tirols.

Im Lechtal entdecke ich aber auch die Region mit den lustigsten Ortsnamen Österreichs. Hier wohnt man in Weilern wie Namlos, Bschlabs, Ellenbogen und Kaisers – und sogar einen „Arschberg“ haben sie hier!

Ausgeflogen ins Lechtal: 8 Ausflugsziele im Tiroler Urlaubsparadies
1. Zwischen Weißenbach und Stanzach: rund um den Lechzopf
2. Rund um den Arschberg: im Namloser Tal
3. Im Hornbachtal: Ruhe pur im Lechtaler Auszeitdorf
4. Am Weg zum Hahntennjoch: rund um Sack und Bschlabs
5. Eine Wunderkammer im „Duarf“: Elbigenalp
6. Lüftlmalerei im Tiroler Lechtal: in Holzgau
7. Rund um Hinterellenbogen und Kaisers: Steeg im Lechtal
8. Eine kleine Mini-“Exklave“: Lechleiten bei Warth

An einem der letzten Wildflüsse Europas: das Lechtal

14 Dörfer reihen sich auf 50 Kilometern entlang des Lechs und seiner Seitentäler durch das Lechtal, das im äußersten Nordwesten Tirols als Teil des Außerferns zwischen den Lechtaler und Allgäuer Alpen eingebettet liegt.

Ins Inntal gibt es vom Lechtal nur wenige Wege – die Region ist aufgrund ihrer Nähe zum Allgäu seit jeher nach Norden orientiert.

Der zweitlängste Fluss Tirols darf sich durchs Lechtal als einer der letzten Wildflüsse Europas schlängeln – wie die Isel in Osttirol oder der Tagliamento in Italien. Von den 264 Kilometern, die der Lech vom Formarinsee in Vorarlberg bis zur Donau zurücklegt, ist das Stück zwischen Steeg und Forchach eindeutig der schönste Teil des Lechs.

Rund um seinen Oberlauf ist der Lech noch zwischen den steilen Alpenhängen eingeschnitten – zwischen Stanzach und Forchach legt sich der Wildfluss dann als „Lechzopf“ in ein richtig breites Flussbett mit einer mächtigen Schotterbank.

Lechzopf Stanzach Forchach

Schön ist der Anblick des Lechs da wie dort. Man könnte überall stehenbleiben und fasziniert das türkisblaue Wasser des Alpenflusses betrachten – von einigen der Lechbrücken geht das auch ganz gut.


Ruhe und Natur pur: die Lechtaler Auszeitdörfer

Warum man ins Lechtal kommt? Natürlich auch, um einen Urlaub oder Ausflug in unberührter Natur zu erleben. Wo das am besten gelingt? In den Lechtaler „Auszeitdörfern“. Ein Name, der im Lechtal kein Marketingschmäh, sondern gelebte Realität ist.

Die Auszeitdörfer Kaisers, Hinterhornbach und Gramais sind auch geographisch richtige Rückzugsorte. In den kleinen Weilern, die sich auf über 1.000 Metern Höhe in den Seitentälern des Lechs verstecken, herrscht kein Durchzugsverkehr, weil: Sackgasse! Perfekt für eine Reise zu sich selbst, die bei Kräuterwanderungen oder beim Waldbaden perfektioniert werden kann.

Lechtal Auszeitdörfer

Ich übernachte bei meiner Tour durch das Lechtal übrigens in Hinterhornbach: ein heißer Tipp für einen Tirol Urlaub in Ruhe und Abgeschiedenheit!

Wer ins vierte Auszeitdorf Pfafflar fährt, ist allerdings nicht ganz alleine unterwegs: über das Bschlaber Tal führt die Hahntennjochstraße hinüber ins Inntal.

Abseits der Auszeitdörfer findet sich aber in jedem der Lechtaler Seitentäler ein schönes Platzerl – wenn auch mit einmal mehr, einmal weniger Durchzugsverkehr.


Apropos Verkehr: Ist es wirklich so ruhig im Tiroler Lechtal?

An einem schönen Sommerwochenende kann sich die Lechtaler Bundesstraße nämlich zu einem Eldorado für Motorradfahrer entwickeln. Deswegen wurden im Lechtal vor einiger Zeit die berüchtigten Dezibel-Schilder am Straßenrand angebracht.

Lechtal Motorradstrecke

Neben Gramais, Kaisers und Hinterhornbach steppt aber trotz etwaigem Durchzugsverkehr auch in den anderen Lechtaler Seitentälern nicht der Bär. Es wird auch touristisch Wert auf Ruhe gelegt, die Devise lautet: wenige Hotels, keine Lifte, keine Pisten. Zumindest fast – auf der Löchelspitze bei Bach kann seit 2019 Skigefahren werden. Stattdessen sind Wandern und Langlaufen angesagt.

Das Lechtal darf und soll ein ursprüngliches Tal bleiben: nämlich das Tal der Lüftlmalerei, in dem noch in jedem Ort ein Holzschnitzer sein altes Handwerk ausübt!


Besondere Lechtaler Ausflugsziele: ein Eldorado für Ortstafel-Jäger

Ein Glück, dass ich bei dieser Ausflugstour auch gleichzeitig auf der Jagd nach originellen Ortsschildern bin – denn dabei bietet sich das Lechtal perfekt an.

Dies bedeutet allerdings „harte Arbeit“ in Form von unzähligen Serpentinen, die ich bei der Fahrt in (fast) jedes Seitental des Lechtals hinter mir liegen lasse.

Dafür komme ich aber in den Genuss, nahezu jeden noch so kleinen Flecken des Tals kennenlernen zu dürfen. Wie oft kommt man als Ost-Österreicher auch in diese abgeschiedene Welt im Nordwesten Tirols? Wie im Rest des Außerferns finden sich auch im Lechtal fast nur deutsche Urlaubsgäste.

Welche Schätze ich bei der Jagd für meine Ortstafel-Serie entdecken durfte? Namlos, Bschlabs, Kaisers und Ellenbogen. Und einen Arschberg haben sie hier auch.


Ausflugsziele im Lechtal: die Karte

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1. Zwischen Weißenbach und Stanzach: rund um den Lechzopf

Dort, wo das Tiroler Lechtal im Osten beginnt, beginne ich meine Ausflugstour. Von Weißenbach ist es nur ein kurzer Weg bis nach Reutte bzw. über den Gaichtpass ins Tannheimer Tal. Diese Teile des Außerferns habe ich bereits bei meiner vorigen Grenztour besucht.

Der Lech sieht am östlichen Ende des Lechtals genau so aus, wie man sich einen wilden Alpenfluss vorstellt. Fast bis zum „Duarf“ in Elbigenalp wird er sich ins breite Schotterbett legen– hier auf knapp 100 Metern.

Lech Stanzach

Auf der Lechbrücke bei Stanzach überblicke ich den „Lechzopf“: Zwischen Forchach und Stanzach windet sich der Lech malerisch auf einer geschwungenen Trasse zwischen vielen Ausbuchtungen und Inseln entlang. Das Flussbett bleibt dabei bestehen, unabhängig davon wie sich das Schotterbett rundherum durch Hochwasser verändert.

Die Geschiebesperren von Hornbach und Schwarzwasserbach wurden an dieser Stelle rückgebaut, um dem Lech wie früher Schotter zuzuführen. Heute darf sich der Lech nämlich wieder in seiner natürlichen Form bewegen. Seit 2007 wird der Lech im Naturpark Tiroler Lech geschützt – auch als eigenes Natura 2000 Schutzgebiet.


Wer entlang des Lechs wandern möchte, kann dies am Lechweg an acht zusätzlichen Rundkursen, den sogenannten „Lechschleifen“ tun. Die fünfte Lechschleife führt dabei am Rand des Lechzopfs vorbei.

Ein Geheimtipp an dieser Stelle des Lechtals sind die smaragdgrünen Sieglseen im Schwarzwassertal, das sich bei Forchach von Feldele aus in Richtung Allgäuer Alpen hineinzieht. Das Tal ist nicht mit dem Auto erreichbar. Mehr zur Wanderung zu den Sieglseen hier.
Der Lechweg zieht sich auf 125 Kilometern von Lech am Arlberg bis Füssen im Allgäu. Besonders schön sind die acht Lechschleifen, die als Erweiterung ins Hinterland hineinführen.
Am Lechradweg radelt man auf 52 Kilometern von Steeg bis nach Reutte.


Mehr zum Außerfern

Außerfern Tirol

Von der Zugspitzarena nach Reutte, vom Plansee ins Tannheimer Tal und in eine Tiroler Exklave – und zum deutschen Nachbarn nach Neuschwanstein: Ausflugsziele rund um das Außerfern

2. Rund um den Arschberg: Ausflugsziele im Namloser Tal

Die nächste Station führt mich auch schon zu meiner ersten Ortstafel: bei Stanzach zweigt der Weg ins Namloser Tal hinauf ab. Auf der gut ausgebauten Straße schlängele ich mich durch eine enge Straßenschlucht am Namloser Bach entlang.

Doch nicht nur ich möchte zu dem Ort, der laut Namen keinen Namen hat. Der Parkplatz zur Fallerschein Alm ist zugeparkt – das größte Almdorf Tirols ist ein begehrtes Ausflugsziel im Lechtal.

Noch dazu führt vom Namloser Tal auch die Straße nach Berwang und Bichlbach. Auch wenn Namlos eine eigene Tiroler Gemeinde ist – Schulkinder pilgern hier aus dem Lechtal in Richtung Fernpass. Kein Wunder – Namlos ist mit 60 Einwohnern eigentlich nur ein kleiner Weiler.

Namlos Lechtal Ausflugsziele

Früher wurden sogar die Leichen über den Winter im Totenhäusel gelagert und nach der Schneeschmelze nach Dormitz bei Nassereith gebracht. Und auch die Namloser Almen gehörten zum Einzugsgebiet von Imst.


Ein Ort, der laut Namen keinen Namen hat

Woher aber wirklich der Name stammt? Schuld ist ein mittelalterlicher Pächter mit Namen Amel.

Namlos Ortstafel

Was ich sonst noch entdecke im Ort mit dem kultigen Namen? Ein Schild, das über die Lawinenverbauung an der Arschberglawine informiert. Der Lawinenstrich wird tatsächlich offiziell als „Arsch“ bezeichnet.


Beim Weg zurück offenbart sich ein wunderbarer Blick von oben auf den Lechzopf.

Lechzopf Stanzach Forchach

Die Fallerschein Alm ist auch von Namlos aus über eine 40 Meter lange Hängebrückein einer guten Stunde zu erreichen, mehr Infos zu dieser Wanderung hier.

3. Im Hornbachtal: Ruhe pur im Lechtaler Auszeitdorf

Auf der gegenüberliegenden Seite des Lechs fahre ich bei Stanzach zu meiner nächsten Station ins Hornbachtal hoch – dem einzigen besiedelten Tal auf der linken Lechseite.

Einen Vorgeschmack bietet bereits die wunderschöne Heustadelwiese vor Vorderhornbach. Danach geht es weitere sieben Kilometer entlang des breiten Schotterbetts des Hornbachs hinauf ins Talende.

Hinterhornbach befindet sich bereits mitten in den Allgäuer Alpen und liegt dem Hochvogel, der höchsten Erhebung, wunderbar zu Füßen.

Lechtal Ausflugsziele Hinterhornbach

Auch die zweitkleinste Gemeinde Tirols ist ein Auszeitdorf. Ein, zwei Gasthäuser, ein Kirchlein mit „Dorfplatz“ bei der ulkigen Telefonzelle, ein paar kleine Serpentinchen, ein paar Häuser weiter oben – und fertig ist Hinterhornbach.

Von Hinterhornbach führt ein leichter Wanderweg zur Petersbergalm. Eine „grenzwertige“ Wanderung für Geübte stellt die Tour auf die Spitze des Hochvogels dar – und damit auch auf die Staatsgrenze zu Deutschland. Mehr Infos hier.

4. Am Weg zum Hahntennjoch: rund um Sack und Bschlabs

Bei Elmen geht’s ins nächste Seitental hinein – wieder in Richtung Inntal. Doch zuvor legt sich mir der Lech wieder wunderbar bei der Lechbrücke in Martinau zu Füßen. Ein einfach unglaublicher Anblick!

Lechtal Ausflugsziele

Die Bergstraße nach Imst führt ins Bschlaber Tal. Zuerst komme ich an Bschlabs vorbei, dessen Anblick mehr als verzaubert. Auch einen Weiler namens „Sack“ haben sie im Bschlaber Tal anzubieten.

Nach 11 kurvenreichen Kilometern erreiche ich Pfafflar – ebenfalls ein Auszeitdorf, dasallerdings nur im Sommer bewohnt ist. Die Sehenswürdigkeit in Pfafflar sind die Blockhäuser aus dem 13. Jahrhundert, die noch ohne Metallnägel errichtet wurden.

Auch die Bschlaber Almen sind bereits nach Imst hin orientiert. War die Straßenverbindung bis Ende der 1960er Jahre noch nach Süden hin abgeschlossen, fährt man heute über die Hahntennjochstraße ins Inntal ein – zumindest im Sommer.

Hahntennjochstraße Verbindung Lechtal ins Inntal

Noch ein Auszeitdorf wartet in Gramais, das ein kurzes Stück weiter südlich vom Lechtal in Richtung Lechtaler Alpen abzweigt. Bei Häselgehr führt der Weg in die mit 40 Einwohnern kleinste Gemeinde Österreichs – und dieses mal handelt es sich tatsächlich wieder um ein Sacktal.

Die Hahntennjoch-Passstraße ist von Ende Mai bis Ende Oktober je nach Witterung befahrbar.

5. Eine Wunderkammer im „Duarf“: Elbigenalp

Nach dem Hin und Her in so vielen Auszeitdörfern bin ich nun im Zentrum des Lechtals angekommen. Hier steppt im Vergleich zu den abgeschiedenen Seitentälern der touristische Bär – zumindest für Lechtaler Verhältnisse.

Lechtal Ausflugsziele Elbigenalp

Zuvor allerdings gibt es den obligatorischen Blick auf den Lech bei der Grießauer Lechbrücke.

Grießau Lechbrücke

„Wuschel ich liebe Dich“ fällt mir bei der Einfahrt in das „Duarf“ Elbigenalp, der ältesten Gemeinde des Lechtals, entgegen. Hier darf ich das Lechtal erleben, wie es leibt und lebt.

Lechtal Ausflugsziele Elbigenalp

Die einzige Holzschnitzerschule Österreichs hat in Elbigenalp ihr Quartier aufgeschlagen, und auch dem Lehrer der Geierwally haben sie hier ein Museum gewidmet. Besser gesagt dieser selbst dem Ort.

Wer in die Geschichte des Lechtals eintauchen möchte, ist in der Kunst- und Kuriositätensammlung des Malers Johann Anton Falger richtig. Die Wunderkammer gibt’s übrigens erst seit 2015, davor war hier das ehemalige „Doktorhaus“ beheimatet.

Wunderkammer Museum Elbigenalp

Von der Lechbrücke bei Bach ergibt sich – wieder einmal – ein schöner Blick auf den Wildfluss. Und auch bei der Stockacher Brücke legt sich der Lech glasklar in sein Schotterbett.

Das Besucherinformationszentrum der Wunderkammer ist ganzjährig zugänglich. Mehr zu den Ausstellungen hier.
Von Bach aus kann man eine Wanderung ins Madautal unternehmen. Auch dieses Tal ist nicht besiedelt und autofrei, kann aber mit Zubringertaxis erreicht werden.

6. Lüftlmalerei im Tiroler Lechtal: in Holzgau

Das kleinste Lüflmalereihaus Österreichs zeigt bereits am Ortseingang, was auf meiner Ausflugstour durch das Lechtal in Holzgau auf mich wartet.

Holzgau im Lechtal

Auch der Ortsname selbst verrät die Lechtaler Traditionen: Lüftlmalerei und Holzschnitzerei sind in Holzgau angesagt.

In Holzgau zeigen gleich mehrere Häuserfassaden die berühmte Wandmalerei. Neben Pfarr- und Gemeindehaus finde ich die Lüftlmalerei auch an Wohn- und Apartmenthäusern. Besonders einnehmend ist die französische Ausprägung der Freskenmalerei.

  • Holzgau im Lechtal Lüftlmalerei
  • Holzgau im Lechtal Lüftlmalerei
  • Holzgau im Lechtal Lüftlmalerei
  • Holzgau im Lechtal Lüftlmalerei
  • Holzgau im Lechtal Lüftlmalerei

Ein schönen Ortsplatz hat Holzgau auch noch anzubieten.

Holzgau im Lechtal

Die Hängebrücke von Holzgau lasse ich allerdings aus. Bis 2012 handelte es sich mit 200 Metern Länge und 110 Metern Höhe um die längste und höchste Hängebrücke Österreichs, bis ihr von der Highline 179 über die Fernpassbundesstraße der Rang abgelaufen wurde.

Ein kurzer Blick auf den Lech geworfen – und im Hintergrund zeigt sich bereits ein Vorgeschmack dessen, was mich in der Bergwelt am westlichen Rand des Lechtals erwartet.

Wer die Highline 179 sehen über überqueren möchte, muss nicht weit fahren: bis zur Ehrenberger Klause sind es von hier keine 50 Kilometer.
Neben der Holzgauer Hängebrücke findet man im Lechtal noch weitere Hängebrücken in Kaisers, Namlos sowie Lechbrücke in Forchach.

7. Rund um Hinterellenbogen und Kaisers: Steeg im Lechtal

Die letzte geschlossene Siedlung Tirols im Lechtal ist Steeg. Einmal muss ich noch auf Ortstafel-Jagd gehen, der kurze Abstecher hinauf nach Hinterellenbogen ist Pflicht! Ein Paradies für meine Ortstafel-Serie!

Steeg im Lechtal

Auch sonst zahlt sich die Fahrt nach Oberellenbogen aus, nämlich beim Blick auf den Lech, der hier noch ganz schmal in seinem Bachbett liegt.


Wo in Kaisers nicht der Kaiser zuhause ist

Auf der anderen Seite des Lechs jage ich noch der letzten Ortstafel im Lechtal nach – und auch hier zahlt sich der Abstecher mehr als aus.

Die letzte kurvenreiche Straße auf meiner Ausflugsfahrt im Tiroler Lechtal führt mich in ein Hochgebirgsdorf auf über 1.500 Metern. Vorarlberg ist nicht mehr weit, wie man beim Blick auf die Valluga erkennen kann!

Kaisers im Lechtal Ausflugsziel

Kaisers ist das letzte Lechtaler Auszeitdorf auf meiner Route – und auch wieder handelt es sich hier um eine der kleinsten Gemeinden Tirols. Der Name rührt nicht wie vermutet von höchster Abstammung her, im Lechtal liegt die tatsächliche Herkunft vom „Käser“ viel naheliegender.

  • Kaisers im Lechtal Ausflugsziel
  • Kaisers im Lechtal Ausflugsziel
  • Kaisers im Lechtal Ausflugsziel
  • Kaisers im Lechtal Ausflugsziel
  • Kaisers im Lechtal Ausflugsziel
  • Kaisers im Lechtal Ausflugsziel
  • Kaisers im Lechtal Ausflugsziel

Wieder unten erinnert bei Prenten eine Lawinenschranke daran, dass das letzte Eck des Lechtals im Winter gerne einmal vom Rest abgeschnitten ist.

Was dahinter liegt? Vorarlberg, aber auch noch ein klitzekleines Stück Tirol. Fast schon eine kleine „Exklave“, denn ein letzter Ortsteil Steegs klebt ziemlich dran am vorarlbergischen Warth.

Verbindung Steeg Warth Lechtal

8. Eine kleine Mini-“Exklave“: Lechleiten bei Warth

Von Steeg nach Warth fährt man ganz schön lange: Auf zehn Kilometern schraube ich mich rund 350 Höhenmeter aus dem Lechtal in die kleine Gemeinde hinauf, die bereits im Vorarlbergischen liegt. Wenn da nicht der Weiler Lechleiten wäre.

Lechleiten ist noch Teil der Tiroler Gemeinde Steeg – ein paar wenige Häuser sind es, die hier am linken Ufer des Lechs schon zu Warth zu gehören scheinen.

Auch wenn sie Tiroler sind – die Lechleitner orientieren sich nicht mehr am Lechtal. Zu weit ist der Weg, der im Winter auch schnell einmal ganz abgeschnitten sein kann. Sogar der Flying Fox überquert hier die Bundesländer-Grenze!


Und Warth selbst?

Kann man fast ebenso als kleine „Exklave“ bezeichnen, dieses mal natürlich auf Vorarlberger Seite.

WArth in Vorarlberg

Die zweitkleinste Gemeinde Vorarlbergs ist zwar Teil des Bregenzerwalds, geographisch allerdings noch Teil des Lechtals – der „Tirolerhof“ weist auf die alte Verbundenheit hin.

  • Warth in Vorarlberg
  • Warth in Vorarlberg
  • Warth in Vorarlberg

Die Walserhäuser verraten, dass es sich bei Warth genauso wie in Schröcken und Lech um eine alte Walsergemeinde handelt. Auch das Kleinwalsertal ist von hier nicht weit – wenn auch nur über einen langen Umweg über Deutschland erreichbar.

Warth in Vorarlberg

Beim Kleinwalsertal handelt es sich um eine echte österreichische Exklave – bei Warth nur um eine „wettertechnische“ Exklave. Die Verbindung nach Lech ist im Winter generell gesperrt, der Hochtannbergpass in den Bregenzerwald sowie die Straße ins Lechtal können bei Lawinengefahr schnell einmal für kurze Zeit abgeriegelt werden.

Den Bregenzerwald werde ich auf meiner Grenztour an den Rändern Österreichs ebenso erkunden – nur von anderer Seite aus.

Sehenswertes im Rest Tirols

Weitere Ausflugsziele in Tirol


https://www.ausgeflogen.at/

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